Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf – darum: Ein doppeltes Ja zur Kinderbetreuungsinitiative vom 13. Juni 2010!
Veröffentlicht am 18. Mai 2010 | Hinterlasse einen Kommentar
Mit der Kinderbetreuungsinitative vom 13. Juni 2010 ermöglichen wir allen Eltern frei zu entscheiden, welche Form der familienergänzenden Kinderbetreuung sie wählen wollen und wir stärken endlich die bisher vor allem theoretische Absicht, endlich die Schaffung genügender Plätze sicherzustellen. Während die familienergänzende Betreuung für schulpflichtige Kinder durch das neue Zürcher Volksschulgesetz festgehalten und in Angriff genommen worden ist, fehlen für Kinder im Vorschulalter, also für Kinder von 0-4 Jahren, trotz grosser Nachfrage immer noch eine genügende Anzahl von Betreuungsplätzen. Zwar sind die Städte Zürich und Winterthur oder Agglomerationsgemeinden wie beispielsweise im Bezirk Meilen gut abgedeckt, aber besonders auf dem Land steckt die familienergänzende Betreuung buchstäblich noch in den Kinderschuhen. Denn gerade finanzschwache Landgemeinden können kein angemessenes Angebot der familienergänzenden Betreuung sicherstellen. Die Initative will, dass der Kanton die Gemeinden nicht nur auffordert, eine Bedarfsabklärung zu machen, sondern ihn dazu verpflichtet, die Gemeinden in ihrem Vorhaben finanziell zu unterstützen. Denn auch wenn gewisse politische Kreise sich nach der klassischen Einernäher-Familie zurück sehnen: in unserer heutigen Gesellschaft ist die zumindest teilzeitliche Erwerbsarbeit von Vater und Mutter aufgrund des eigenen Entscheides und noch mehr aus wirtschaftlicher Notwendigkeit eine gesellschaftliche Realität. Wir sind aufgefordert, dieser -unabhängig von unserer subjektiven Gesinnung- endlich mit griffigen Lösungen zu begegnen und mit Blick für das Kindwohl dementsprechende Massnahmen zu ergreifen. Die überwiegende Mehrheit der Eltern bei uns nimmt übrigens auch heute immer noch den grösseren Teil ihrer erzieherischen Verantwortung selber wahr: Die meisten Kinder, welche sogenannt fremdbetreut werden, sind durchschnittlich zwei, max. drei Tage pro Woche ausserhalb ihrer Familie betreut. Der Begriff „familienergänzend“ und nicht etwas „familienersetzend“ spricht da für sich.
Am 20. Mai findet eine Informationsveranstaltung der Zürcher Frauenzentrale zu diesem Thema statt.














