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Der Neue Gehren in Erlenbach als Begegnungsort für alle Generationen


istock_000004446500xsmallIm Zusammenhang mit dem Projekt des Alterszentrum Neuer Gehren in Erlenbach stellt sich eine Frage, die auf den ersten Moment angesichts der Komplexität des ganzen Projektes Wohnen im Alter nebensächlich erscheinen könnte: Soll es im Neuen Gehren wiederum ein Therapiebad geben?
Für Fachpersonen aus dem Bereich Wohnen im Alter und der Bewirtschaftung von Altersheimen haben Hallenbäder heute beim Neubau eines Alterszentrums bzw. Altersheims keine Priorität mehr. Sie sind im Bau und Unterhalt schlicht zu teuer, viele ältere Menschen treten erst bei Pflegebedürftigkeit ins Altersheim ein und können diese zusätzliche Infrastruktur gar nicht nutzen. Daher hat auch die Gemeinde Erlenbach in einer ersten Phase auf die Projektierung eines Hallenbads im Rahmen des neuen Alterszentrums verzichtet.
Auch wenn nur wenig im Altersheim wohnende Menschen das aktuelle Therapiebad nutzen, wird das Bad seit vielen Jahren von vielen Einwohnern der Seegemeinde regelmässig besucht: Die Schulgemeinde kann dank dem Therapiebad regelmässig Schwimmunterricht für die Primarschüler erteilen, es gibt Babyschwimmkurse, MuKi-Schwimmen und gelenkschonendes Aquafit für Erwachsene. Insbesondere junge Familien schätzen es sehr, wenn ihr Nachwuchs, der mit der Nähe zum See aufwächst, durch die regelmässig stattfindenden Schwimmstunden schnell und sicher schwimmen lernt. Dass dies leider gerade in den Seegemeinden keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt unter anderem das Beispiel aus Stäfa, wo die Schulgemeinde nun fieberhaft nach einer Möglichkeit für die Fortsetzung des Schwimmunterrichts sucht.
Das geplante Alterszentrum Neuer Gehren in Erlenbach soll gemäss der Projektidee auch ein Begegnungsort in soziokultureller Form sein. Dass es dies heute im Kleinen schon ist, verdankt das Altersheim auch dem Therapiebad. Der lebhafte Betrieb – das Bad ist durch die verschiedenen Aktivitäten sehr gut gebucht – lockt auch immer wieder Bewohner des Altersheims an, die durch den Besuch von Schulkindern und Babies mit ihren Müttern Abwechslung in ihrem Alltag erleben.
Die Gemeinde Erlenbach hat nun aufgrund diverser Anregungen aus der Dorfbevölkerung und der Schule entschieden, bei der Abstimmung über das geplante Budget für den Neubau, die Kosten für ein Therapiebad separat auszuweisen und darüber abstimmen zu lassen. Finanziell muss mit ungefähr CHF 2 Mio Mehrkosten für den Neubau gerechnet werden, wenn auch in Zukunft ein Therapiebad – im gleichen Ausbaustandart – zum Alterszentrum Gehren dazugehören soll. Die jährlichen Betriebskosten wären mit der heutigen Auslastung ungefähr gleichbleibend bei CHF 200’000.- pro Jahr.

Insbesondere die Bildung der Schülerinnen und Schüler in Erlenbach war den Bürgerinnen und Bürger in der Vergangenheit immer auch ein finanzieller Mehraufwand wert. Hier können wir neben dem Schwimmunterricht noch dazu beitragen, dass sich auch weiterhin Generationen im Dorf treffen können. Etwas, das heute nicht mehr selbstverständlich ist, aber für den Fortbestand unserer Gesellschaft wertvoll und wichtig ist. Darum setze ich mich für den Beibehalt des Therapiebads im Neuen Gehren ein.

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