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Die Postzustellung der Schule Erlenbach


In den Medien ist zu lesen, dass die Schweizerische Post insbesondere bei der Briefzustellung massive Verluste einfährt und davon ausgegangen werden muss, dass im Zeitalter von E-Mail und Web 2.0 in Zukunft noch weniger Personen Mitteilungen mit der guten alten Briefpost versenden.
Die Schule Erlenbach stellt sich diesem Trend erfolgreich entgegen, unterstützt die prioritäre A-Post Zustellung besonders und verschickt je nach Anzahl der im gleichen Haushalt – sprich Familie – lebenden Schülerinnen und Schüler die Mitteilungen mehrfach. Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern erhalte ich so im Schnitt mindestens alle zwei Wochen sämtliche Schreiben der Schule Erlenbach in doppelter Ausführung. Natürlich nicht zusammen in einem Couvert. Sondern in zwei separaten A-Post Briefumschlägen.
Selbstverständlich sind die Infos aufgrund der unterschiedlichen Schulstufe und -Klasse zwar auch verschieden. Was jedoch die beispielsweise die ausführlichen Infos betreffend des Verhaltens im Falle der Schweinegrippe anging, waren die Unterlagen identisch. Wie überhaupt in der Mehrzahl der Infos, die ich von Schulleitung und Schulbehörde erhalte.

Die Bildung meiner Kinder liegt mir am Herzen und ich finde, dass wir als Bürgerinnen und Bürger dafür sorgen müssen, dass den Schulen in den Gemeinden die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Allerdings heisst das für mich auch, dass die Ausgaben der Administration zugunsten der eigentlichen Bildung kontrolliert und vernünftig gehandhabt werden. Es müsste doch möglich sein, eine Adressverwaltung so zu führen, die je nach Bedarf, bzw. Inhalt der Infos die jeweiligen Adressen sortiert und Portikosten eingespart werden können. Noch besser wäre natürlich der Versand von allgemeinen Infos ohne vertraulichen Inhalt über E-Mail. Die E-Mail-Adressen der Eltern sind im Normalfall auf allen Klassenalarm-Zetteln der Lehrer notiert und bereits vorhanden.

An der Schule Erlenbach werden aktuell ungefähr 450 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Das sind also pro Monat bei durchschnittlich zwei Versänden locker CHF 900.- (Bei Post von der Schule habe ich übrigens noch nie B-Post-Couverts aus dem Briefkasten genommen).
Natürlich kann man nun einwenden, dass diese Beträge sich nicht substantiell aufs Gesamtbudget auswirken, aber bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist.
Und wenn ich dann aus der Lehrerschaft höre, dass umgekehrt bei Unterrichtsmaterial wie Malstiften, Papier oder auch Klassenreisen gespart und diskutiert wird, dann finde ich schon, dass die Administration zugunsten der echten Bedürfnisse der Schule auf mögliche sinnvolle Einsparungen überprüft werden sollte.

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