Stau vor Schulen als verkehrskonzeptionelle Herausforderungen für Seegemeinden

(Zeichnungen aus einer Schule: oben: Schulweg zu Fuss von Annina, 8 Jahre, unten: Schulweg per Auto von Roberto, 7 Jahre)

Der Tages-Anzeiger vom 23. April 2009 berichtete über die schwierige Verkehrssituation bei Schulbeginn und -schluss rund um die Inter-Community-School in Zumikon.
berichttagi
Ich stelle jedoch fest, dass die Problematik nicht alleine Zumikon bzw. die Umgebung von privaten Schulen betrifft.
Die Frühlingsferien im Bezirk Meilen sind vorbei und bald gleichen sich wieder die Bilder bei Schulschluss in unseren Seegemeinden – und zwar gerade auch vor den öffentlichen Schulen: Wagenkolonnen teilweise kreuz und quer geparkt, warten auf die Schülerinnen und Schüler, die ihren Schulweg nicht mehr unter die Füsse nehmen, sondern ihn -tagtäglich von ihren Eltern chauffiert- motorisiert zurücklegen.
Inzwischen bin ich überzeugt, dass die Problematik kombiniert mit verschiedenen Massnahmen angegangen werden muss: weder nur das Angebot eines Buses für Kinder aus entfernteren Wohngebieten noch das vermehrte Ausstellen von Strafzetteln durch die kontrollierende Polizei zeigen nachhaltig wirklich Wirkung. Die einzelnen Gemeinden sind aufgerufen in Zusammenarbeit mit Schulpflege und Elternvertretung der Schulen gemeinsam Verkehrskonzepte für ihre Schulen auszuarbeiten. Selbstverständlich darf dabei auch nicht fehlen, die Eltern stetig auf die Wichtigkeit des Schulwegs für ihre Kinder aufmerksam zu machen und sie immer wieder zu ermuntern, ihren Kindern diesen Weg auch zu ermöglichen. Übrigens: Wenn ich bei Schulschluss jeweils die Wendemanöver, sowie An- und Wegfahrten der Autos beobachte, muss ich feststellen, dass meine Kinder dabei weit mehr gefährdet sind, als wenn sie auf dem Trottoir zur Schule unterwegs sind.

