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Sternstunden für politisch interessierte Frauen an der Meinungsmacherinnen-Tagung der Zürcher Frauenzentrale


Am letzten Samstag organisierte die Zürcher Frauenzentrale zum zweiten Mal die überparteiliche Tagung “Meinungsmacherinnen”. Die ganztägige Veranstaltung ermöglichte amtierenden und kommenden Politikerinnen und allen politisch interessierten Frauen ihre Erfahrungen auszutauschen und in diversen Workshops mit Themen wie beispielsweise “Führen als Frau in der Politik” oder “Impulse für einen unverkennbaren Wahlkampf” unter der Leitung von erfahrenen Politikerinnen zu besuchen. Am Anlass nahmen unter anderem die Nationalrätinnen Doris Fiala und Barbara Schmid-Federer, die Ständerätin Verena Diener oder auch die Regierungsrätinnen Regine Aeppli und Ursula Gut teil. Es war für mich einzigartig, so viele engagierte Frauen zu treffen, und bestärkte meine Überzeugung dass es wichtig ist, mit eigenem Engagement dafür zu sorgen, dass der Prozentanteil der politisch aktiven Frauen noch weiter ansteigt, denn der Anteil an gewählten Frauen in den Parlamenten beträgt immer noch nur knapp 30%.
Der Höhepunkt des in jeder Hinsicht spannenden Tages war das Schlussreferat von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, welches unter dem sinnigen Titel “Herausforderungen lustvoll angehen” stand. Die Vorsteherin des EJPD berichtete zuerst von dem von ihr besuchten Workshop – politische Karrierenplanung – und meinte augenzwinkernd, nun wüsste sie zumindest theoretisch, wie eine politische Karriere sinnvoll aufgegleist werden könne. Sie hätte sich nämlich ursprünglich gegen eine politische Laufbahn entschieden und sei eher spät in die Politik eingestiegen. Dann sprach Eveline Widmer-Schlumpf über ihre schwierigsten Monate nach ihrer Wahl, als die persönlichen Diffamierungen und Angriffe sie vor ganz besonders schwierige Herausforderungen stellte. Es beeindruckte mich, wie persönlich und differenziert die Bundesrätin über diese Zeit sprach und uns anwesenden Frauen im Saal auch den einen oder anderen Tipp mitgab, zum Beispiel sich in Gelassenheit zu üben und sich einen Vorteil durch genaue Dossierkenntnisse der Arbeit zu verschaffen, um so die Angriffsfläche zu entschärfen. Und dann ganz wichtig, wäre in jedem Fall der Humor und die Freude am Engagement nicht zu verlieren. Hier lesen Sie noch eine ausführliche Berichterstattung zum Anlass vom Landboten und unipublic.

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