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Sturmgewehre ins Zeughaus! – Die Unterschriften für die Initiative “Schutz vor Waffengewalt” sind eingereicht worden


schusswaffenpetition2Wenn ich mich insbesondere in meinem weiblichen Freundes- und Bekanntenkreis umhöre, ist es nicht eine Frage der politischen Gesinnung, ob das Sturmgewehr von Armeeangehörigen zuhause im Schrank oder eben im Zeughaus aufbewahrt werden soll. Es herrscht einfach Unverständnis darüber, dass die Gegner dieser Initiative mit dem Erhalt von traditionellen Schweizer Werten argumentieren und allen Befürwortern einer Aufbewahrung von Armeewaffen im Zeughaus die scheibchenweise Abschaffung der Armee unterstellen. Es ist für viele Mütter, Ehepartnerinnen und Freundinnen von Armeeangehörigen schwer nachvollziehbar, warum sich Bürgerinnen und Bürger unseres Landes dagegen wehren, Familien von Armeeangehörigen und Armeedienstleistende selber vor dem unerlaubten Einsatz von Armeewaffen zu schützen. Verschiedene tragische Tötungsdelikte und Suizide in den vergangenen Jahren hätten verhindert oder wenigstens erschwert werden können, wenn der Zugang zur Armeewaffe inklusive der dazugehörenden Munition nicht so einfach gewesen wäre. Es freut mich daher, dass heute das Initiativkomitee “Schutz vor Waffengewalt” rund 110’000 beglaubigte Unterschriften in Bern eingereicht hat. Wer genau wissen möchte, was die Initiative will, erfährt das hier.
In der bevorstehenden Frühjahrssession des Nationalrats wird das Thema im Parlament überdies ebenfalls ein weiteres Mal behandelt.

2 Kommentare to "Sturmgewehre ins Zeughaus! – Die Unterschriften für die Initiative “Schutz vor Waffengewalt” sind eingereicht worden"

  1. Thomas Bärtschi März 19th, 2009 21:25 pm

    Ich finde diese Initiative geht zu weit. In der Schweiz passiert im Verhältnis zu den vorhandenen Waffen so gut wie nichts. Nichteinmal in den USA hat jeder eine Waffe daheim, so wie in der Schweiz. Die Waffendruchdringung ist also viel höher. Daran sieht man wie verantwortungsbewusst damit umgegangen wird. Die Probleme entstehen immer nur mit illegal beschafften Waffen oder Leuten die sich selbst töten wollen. Illegale Waffen kann ich nicht dadurch verhindern, das ich Legalwaffenbesitzer einschränke und wenn jemand einen Suizid begehen will, dann wirft er sich künftig vor einen Zug. Dann ist der Zugführer traumatisiert. Oder er fährt verkehrtherum auf die Autobahn – und bringt einige entgegenkommende Leute mit um. Ist es da nicht besser, wenn er sich schon töten will, wenn er das tut ohne andere zu verletzen? Was also bringt diese Sache? Nichts. Das ist eine falsche Initiative.

  2. nicole März 19th, 2009 22:37 pm

    Gruezi Herr Bärtschi, sicher haben Sie recht, wenn Sie argumentieren, dass Personen mit Suizidabsichten möglicherweise einen anderen Weg wählen, wenn sie von ihrer Absicht dermassen getrieben sind. Die Initative möchte den schnellen Griff zur Waffe bei einer Kurzschlusshandlung zum Suizid erschweren, aber vielmehr geht es doch darum, das Umfeld eines solchen Täters zu schützen. Immer wieder kommt es wegen der leichten Verfügbarkeit von
    Schusswaffen (Aufbewahrung der Dienstwaffe zu Hause und fast uneingeschränkte und unkontrollierte Möglichkeit eine Waffe zu kaufen) zu Familientragödien. Aber auch schon die Tatsache, dass sich eine
    Waffe im Haus befindet, stellt grundsätzlich eine Bedrohung für Familien dar. Wenn in Zukunft auch nur einer dieser sogenannt erweiterten Suizide verhindert werden kann, hat die Initiative eigentlich ihren Zweck bereits erfüllt. Ganz abgesehen davon dass die professionelle Aufbewahrung von Schusswaffen im Zeughaus sicherer ist als im Besenschrank oder Keller zuhause.

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