Nicole Lauener (CVP)</a>

Mein Weblog

Die Diskussion begann gleich, als meine erste Homepage online ging: Ja, dürfen Politiker denn so schreiben? Flapsig? Manchmal gar ironisch?

Ganz klar: Sie dürfen. Ich jedenfalls werde das hier im halb-privaten Blog auch weiterhin tun. Mögen sich Spießer, Gouvernanten und bestimmte Puristen doch auf den Kopf stellen!

CVP Pfannenstiel-Tagung zum Thema “Welche Schule wollen wir?”

1. September 2008 | 2 Kommentare


Die unterschiedliche Berichterstattung zum Thema „Schule“ in den verschiedenen Medien und die Beiträge in den Leserbriefspalten bestätigen das aktuelle Interesse einer breiten Oeffentlichkeit an Bildungsfragen.
Die CVP des Bezirks Meilen greift anlässlich der diesjährigen Pfannenstiel-Tagung Themen rund um die Schule auf. Dabei soll der Titel der Veranstaltung verdeutlichen, wie vielschichtig Themen rund um die Schule sind und dass sie sich nicht auf eine Auseinandersetzung mit einigen – vorallem negativen – Schlagworten wie “Bildungsnotstand”, “Disziplin” oder “Gewalt” reduzieren lassen.
Ganz persönlich finde ich, dass sich die Frage der Bildung in unserem Land auch überhaupt nicht für politische Ringkämpfe zwischen rechts und links eignet. In diesem Sinne hoffe ich natürlich, dass viele interessierte Personen an der Tagung dabei sind.
Der Bogen zum Thema Schule ist gross: Von der aktuellen und künftigen Bildungspolitik bis zu den neurologischen neuen Erkenntnissen wie Lernen am besten gelingt. Die zentrale Frage aber bleibt „Welche Schule wollen wir -Eltern, Lehrer, Politiker eigentlich? Und vielleicht die wichtigste Frage: welche Schule brauchen eigentlich die Kinder um gut gerüstet in die Zukunft zu gehen? Der nebenstehende Film beleuchtet diese Fragen anhand der Schulen in Deutschland, die jedoch mit unserer Schul-Situation durchaus vergleichbar sind.
Die Podiumsdiskussion der CVP vom 13. September 2008 gliedert sich in 4 Teile:
° Eine Bestandesaufnahme der Institution Volksschule und Fragen wie: Was brauchen Kinder heute zum Lernen? Welche Aufgaben hat die Schule heute zu erfüllen? Inwieweit unterstützt die Politik und die Wirtschaft die heutigen Schulen? Was hat Erziehung und Bildung der jungen Menschen mit Politik und Staatsaufgaben zu tun?
° Stichwort Qualitätsmanagement von Schulen und Lehrern: Wie und ob funktioniert es? Was wünscht sich die Wirtschaft?
° Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Vorstössen in der Bildungspolitik: HarmoS, freie Schulwahl, Frühförderung
Im letzten Teil ist das anwesende Publikum aufgefordert, seine Fragen und Anregungen zum Thema Schule zu platzieren. Während des anschliessenden Apéros können diese Gespräche noch vertieft werden. Der Anlass ist öffentlich und unentgeltlich
Ort, Zeit und die Namen der eingeladenen Podiumsgäste finden Sie hier.

HarmoS-Konkordat: Nichts Neues für Zürcher Eltern und Schüler

7. August 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Kennen Sie die Geschichten von Familien, die aus beruflichen Gründen den Kanton wechseln müssen und feststellen, dass es für ihre Kinder eigentlich einfacher wäre im Ausland in eine neue Schule einzutreten als beispielsweise im Aargau? Es gibt unterschiedliche Leistungsanforderungen der einzelnen Klassen in der Grundstufe und total verschiedene Lehrpläne. Auch die familienergänzende Betreuung ist unterschiedlich geregelt oder überhaupt nicht vorhanden. Im Aargau gibt es zudem beispielsweise die Bezirksschule, eine Schulstufe, die der Kanton Zürich so überhaupt nicht kennt.
Die wirtschaftliche Globalisierung hat dazu geführt, dass von Arbeitnehmern eine immer grösser werdende Mobilität gefordert wird, gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass alternative Formen der Familie entstanden sind, so dass es in vielen Familien nicht mehr möglich ist, die Betreuung der Kinder nur ausschliesslich durch einen Elternteil zu organisieren. Und auch die Wirtschaft will ein offenes, effzientes und international erstklassiges Bildungssystem, um im globalen Markt punkten zu können.
Die Bildungsverantwortlichen der einzelnen Kantone erarbeiteten nach der eindeutigen Annahme des Bildungsartikels in die Bundesverfassung vom 21. Mai 2006 eine interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat) aus. Ueber den Beitritt zum Konkordat entscheiden die kantonalen Parlamente. Die beitretenden Kantone verpflichten sich dazu, Strukturen und die Ziele der obligatorischen Schule anzugleichen.
Der Kanton Zürich hat diese Strukturen und Ziele unter anderem bereits im neuen Volksschulgesetz umgesetzt:

° Die obligatorische Einschulung beginnt mit dem zweijährigen Kindergarten
° Die Kinder erlernen neben der zweiten Landesprache eine weitere Fremdsprache,idealerweise Englisch
° Die Gemeinde sind dazu verpflichtet, je nach Bedarf vor Ort Tagesstrukturen anzubieten

HarmoS tritt in Kraft, wenn zehn Kantone JA gesagt haben – allerdings nur dort, wo eine Zustimmung vorliegt. Da der neue Bildungsartikel in der Bundesverfassung aber eine nationale Harmonisierung vorsieht, kann der Bund die Eckwerte aus HarmoS für alle Kantone verbindlich erklären, sollten sich diese nicht einig werden.
Der Kantonsrat hat sich am 30. Juni 2008 mit 103 zu 52 Stimmen für HarmoS ausgesprochen. Weil SVP und EDU das Kantonsratsreferendum ergriffen, hat das Volk das letzte Wort. Die Volksabstimmung findet im Kanton Zürich voraussichtlich am 30. November 2008 statt. Im Kanton Luzern hat sich bereits ein Abstimmungskomitee für HarmoS gebildet.
Das Nein aus dem gegnerischen Lager ist umso unverständlicher, weil sich Bildungspolitik überhaupt nicht für parteipolitische Links-Rechtsdebatten eignet. In der Bildung geht es doch in in erster Linie darum, der nächsten Generation – unseren Kindern – optimale Chancen für ihre Zukunft zu geben, und zwar ungeachtet des eigenen Familienbildes und der eigenen Erfahrungen.