Nicole Lauener (CVP)</a>

Mein Weblog

Die Diskussion begann gleich, als meine erste Homepage online ging: Ja, dürfen Politiker denn so schreiben? Flapsig? Manchmal gar ironisch?

Ganz klar: Sie dürfen. Ich jedenfalls werde das hier im halb-privaten Blog auch weiterhin tun. Mögen sich Spießer, Gouvernanten und bestimmte Puristen doch auf den Kopf stellen!

Elternbildung in Erlenbach: “Häsch’s Problem Mann?”

11. Mai 2009 | Ein Kommentar

img_0941Ist Respekt heutzutage out? Und gutes Benehmen Glücksache? «Bitte» sagen, keine oder eine freche Antwort geben – wo lernen Kinder und Jugendliche eigentlich, wie sie es «richtig» machen sollen?
Wenns um die Kinder und Jugendliche geht, haben die Erwachsenen vieles zu bemängeln. Aber wie machen es die Erwachsenen eigentlich selbst – sind sie Vorbilder?

Die Elternbildung, der Elternrat und die Schule Erlenbach organisieren am 27. Mai 2009, ab 20.00 Uhr, einen gemeinsamen Abend zum Thema Respekt und Umgang im täglichen Leben miteinander.

Das Forumtheater Zürich spielt zuerst das Stück «Oh sorry». Die Szenen auf der Bühne werden anschliessend nochmals angespielt und können vom Publikum laufend verändert und neue Verhaltensmöglichkeiten ausprobiert werden, so dass scheinbar verfahrene Situationen plötzlich eine andere Dimension erhalten.

Die Arbeitsgruppe «Ehrenkodex» des Elternrats Erlenbach berichtet im Anschluss daran über den Einführungstag im März 2009 des “Ehrenkodex” an der Schule Erlenbach aus der Sicht von SchülerInnen und Lehrpersonen. Zudem erhalten die Eltern Einblick in die Ueberlegungen dieser Arbeitsgruppe des Elternrats zum Thema und zur Namensfindung.

Es ist keine Anmeldung notwendig. Detailinfos zum Anlass hier.

Der Ehrenkodex als Anregung für einen positiven Schulalltag in Erlenbach

11. März 2009 | Ein Kommentar

nur-handeEine Arbeitsgruppe des Elternrats Erlenbach hat zusammen mit Lehrpersonen der Schule Erlenbach allgemein gültige Verhaltensregeln für den Schulalltag in Erlenbach erarbeitet. Diese ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenzen im Umgang mit anderen Menschen zu erweitern. Sie lernen auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten, sie in fairem Einklang untereinander zu bringen und für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen. Visuell dargestellt werden die Regeln mit einer Hand in fünf verschiedenen Farben, welche die 5 zentralen Punkte des Zusammenlebens im Schulalltag symbolisieren. In Anlehnung an eine Gemeinschaft, die sich durch gemeinsame Tugenden und Verhaltensweisen identifiziert sowie sich Sorge trägt, werden diese Punkte unter dem Namen „Ehrenkodex“ zusammengefasst. Gerne erläutere ich als Mitglied der Arbeitsgruppe Absicht und Ziel dieses Projekts hier im Detail:

Identifikation mit der Schule Erlenbach
Unterschiedliche familiäre Auffassungen und kulturell bedingte Prägungen bezüglich Verhalten in der Gesellschaft sowie Art und Weise wie mit Konflikten untereinander umgegangen wird, sind eine besondere Herausforderung im schulischen Alltag. Vor rund einem Jahr bildete sich im Elternrat Erlenbach eine Projektgruppe mit dem Ziel, allgemein gültige Verhaltensregeln für die Schule Erlenbach zu erarbeiten. Sie sollen dafür sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen und sich mit ihrer Schule identifizieren können. Sie regeln aber auch den Umgang in schwierigen Situationen und stärken die Schüler bei Konflikten. Diese Regeln richten sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler. Das zentrale Bedürfnis der Projektgruppe war es deshalb, diese auch direkt anzusprechen. Denn es ist klar, dass nur dann auch eine wirkliche Identifikation mit der Schule und den für alle verbindlichen Vereinbarungen stattfinden kann. In Anlehnung an die Geschichte von König Arthur’s Tafelrunde hat die Arbeitsgruppe die Richtlinien darum unter dem Begriff „Ehrenkodex“ zusammengefasst. Dieser appelliert an das Gewissen und die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen, animiert aber auch zum Zusammenhalt innerhalb der ganzen Gruppe.

5 Grundbegriffe für den Umgang miteinander
Der erarbeitete Ehrenkodex besteht aus 5 Begriffen, die visuell durch verschieden farbige Hände für alle Schulstufen verbindlich sind und deren Bedeutung mit einem Satz erklärt wird: Respekt, Anstand, Sorgfalt, Handeln und Fairplay. Als Beispiel bedeutet der Begriff Anstand: „Ich behandle die Anderen so, wie ich selber behandelt werden möchte.“ Es war der Projektgruppe ein Anliegen, einen für alle Schulstufen einfach verständlichen Kodex zu erarbeiten. Wenige Worte erklären die grundsätzlichen Anliegen der einzelnen Begriffe. Die Hand als Symbol ist überdies schon für Kinder im Kindergarten verständlich und die Anzahl der fünf zentralen Anliegen lässt sich jederzeit an einer Hand abzählen. Unter dem Begriff Fairplay heisst es: „Ich bin ehrlich und halte mich an die Regeln“ Dies beinhaltet auch die allgemein gültigen Schulhausregeln, die sich im Detail dann mit dem Umgang bspw. von Kickboards auf dem Schulhof oder dem Aufenthalt in den Pausen etc. befassen. Bei wiederholten Regelverstössen sollen die durch die Klassenlehrperson abgegebenen Nachdenkzettel nicht in erster Linie Sanktion bedeuten, sondern zur aktiven Reflektion mit sich anregen und die Schülerinnen und Schüler für ihre künftige Handlungskompetenz stärken. Ähnliche Verhaltensregeln existieren übrigens auch an anderen Schulen der Seegemeinden wie beispielsweise Männedorf oder Meilen. Insbesondere die Primarschule Feldmeilen diente mit Überlegungen im Bezug auf den Nachdenkzettel der Schule Erlenbach als Basis.

Lehrpersonen gestalten mit den Schülern die Einführung des Ehrenkodex
Im Rahmen eines speziell gestalteten Morgens setzen sich alle Schulklassen in Erlenbach unter der Leitung ihrer jeweiligen Lehrperson mit den Verhaltensregeln auseinander. Im Rollenspiel erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie die fünf Punkte umgesetzt werden können und warum grundsätzlich Regeln im Zusammenleben miteinander nötig sind. Darüberhinaus erarbeitet jede Klasse mit Hilfe des Ehrenkodex ihre individuellen Klassenregeln, die sie gemeinsam auf einem Ehrenkodex-Plakat festhalten und im Klassenzimmer aufhängen. Als Identifikation mit dem Ehrenkodex und der Bestätigung der Regeln bringen die Kinder ihre farbigen Händeabdrücke an den Fenstern aller Klassenzimmer an.

Gemeinsamer Anlass mit der Elternbildung Erlenbach
Selbstverständlich ist es im Sinne der Schule und des Elternrats Erlenbach, wenn der Ehrenkodex auch vom Elternhaus mitgetragen und unterstützt wird. Um die Eltern für das Thema zu sensibilisieren und über den aktuellen Stand sowie die Initiierung der Verhaltensregeln an der Schule Erlenbach zu informieren, gibt es in Zusammenarbeit mit der Elternbildung Erlenbach am 27. Mai 2009 einen Anlass mit dem Forumtheater Zürich. Dieses wird Szenen seines aktuellen Stücks „Oh sorry“ spielen, die vom anwesenden Publikum verändert und neue Verhaltensmöglichkeiten ausprobiert werden können, so dass scheinbar verfahrene Situationen plötzlich eine andere Dimension erhalten. Im Anschluss daran stellt die Projektgruppe des Elternrats den Ehrenkodex im Detail für alle interessierten Eltern vor.
Für weitere Auskünfte im Zusammenhang mit dem Ehrenkodex oder der geplanten Veranstaltung vom 27. Mai 2009 stehe ich gerne zur Verfügung.

Hier Flyer und Plakat des “Ehrenkodex” sowie der Nachdenkzettel bei Regelverstössen:
ehrenkodex_folder31
ehrenkodex_plakat31
nachdenkzettel11
Für die visuelle Gestaltung und Umsetzung unserer Ideen und Anliegen danke ich Barbara Müller aus Erlenbach, die uns während der ganzen einjährigen Projektphase kompetent unterstützt hat.
Hier ein paar Impressionen vom Einführungsmorgen in den einzelnen Schulklassen:
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1. Bild: Die Schüler erarbeiten die fünf Ehrenkodex-Begriffe und fügen sie in ihre Klassenregeln ein.
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2. Bild: “Wir bezeugen unsere Zustimmung mit unseren Händen”- die visuelle Umsetzung mit farbigen Handabdrücken an den Klassenzimmerfenstern.

Und noch das aktuelle Programm der EB Erlenbach mit der Veranstaltung vom 27. Mai 2009: elternbildung_jan_juli_09.