CVP und FDP im Bezirk Meilen gemeinsam für “HarmoS”
2. November 2008 | Ein Kommentar
Am 30. November entscheidet das Zürcher Stimmvolk über den Beitritt des Kt. Zürich zum interkantonalen „HarmoS“-Konkordat der kantonalen Bildungsdirektionen. Im Kt. Zürich wird sich nach einem positiven Entscheid nicht viel ändern, denn die wesentlichen Punkte von „HarmoS“ sind in unserem Kanton bereits mit dem neuen Zürcher Volksschulgesetz eingeführt worden. Es geht aber darum, dass der Kanton Zürich eine wichtiges Signal für andere Kantone setzt.

Es war wirklich lässig, dass dem ursprünglichen Ruf der Frauen beider Kantonalparteien für eine gemeinsame Standaktion in unserem Bezirk durch die Zusammenarbeit beider Bezirksparteien auch viele Mitglieder aus den verschiedenen Ortssektionen gefolgt sind.
Ziel war es, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die wesentlichen Punkte der „HarmoS“-Vorlage zu informieren und dafür zu sensiblisieren, dass insbesondere künftig einheitliche Bildungs- und Qualitätsstandards in der Schweiz für die Zukunft unserer Kinder in unserer globalisierten Gesellschaft unabdingbar sind. Neben Vertretern aus der Schulpflege Meilen, Zumikon und Stäfa gab es auch die Gelegenheit mit dem Bildungsrat der FDP Bezirk Meilen, Peter Fuchs oder Barbara Schmid-Federer, Nationalrätin CVP aus Männedorf ins Gespräch zu kommen. Während trotz unwirtlicher Temperaturen der heisse Orangenpunsch weniger Anklang fand, freuten sich die Passanten über die abgegebenen „HarmoS“-Äpfel und den Infoflyer. Das Echo – gerade bei jungen Familien mit Kindern – war mehrheitlich positiv. Wir hoffen daher um so mehr auf ein klares „Ja“ zu dieser wichtigen Bildungsvorlage am 30. November 2008. Weitere Informationen zu „HarmoS“ und dem überparteilichen Komitee für einen Beitrit zum HarmoS-Konkordat gibt’s hier.
Gemeinsame Standaktion von FDP-und CVP-Frauen des Kantons Zürich zu „HarmoS“ am 1. November in Meilen
24. Oktober 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Am 1. November 2008 organisieren die FDP- und CVP-Frauen des Kantons Zürich eine kantonale Standaktion zur bevorstehenden Abstimmung über den Beitritt des Kantons Zürich zum interkantonalen HarmoS-Konkordat in allen Bezirkshauptorten des Kantons Zürich. Am Stand in Meilen gegenüber des Bahnhofs informieren von 10.00 bis 14.00 Uhr unter anderem Peter Fuchs (FDP-Bildungsrat des Kt. Zürich) und Barbara Schmid-Federer (Nationalrätin CVP) über die Wichtigkeit von HarmoS und die Konsequenzen, falls die Vorlage am 30. November 2008 abgelehnt wird.
Mit über 80% entschieden sich die Stimmbürger am 21. Mai 2006 eindeutig für die Annahme des Bildungsartikels in die Bundesverfassung. Damit war der Weg offen für eine richtungsweisende Reform, welche die Qualität der Schule sicher wird.
Die Kantone nahmen den Ball auf, den ihnen die Bevölkerung zuspielte: Denn neu waren die Bildungsverantwortlichen in den Kantonen durch die Verfassung berechtigt und verpflichtet, grundlegende und weit reichende Regelungen zu beschliessen und auf nationaler Ebene zu vereinheitlichen.
Das Ergebnis war am 14. Juni 2007 die “Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule” (HarmoS-Konkordat), welche an der Plenarsitzung der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz EDK einstimming zuhanden der Kantone verabschiedet wurde. Über den Beitritt zum Konkordat haben die kantonalen Parlamente zu entscheiden. Die beitretenden Kantone verpflichten sich dazu, Strukturen und Ziele der obligatorischen Schule anzugleichen. Im Kanton Zürich hat die SVP und die EDU das Referendum gegen die Abstimmung im Kantonsrat erhoben, daher wird über diese Vorlage am 30. November 2008 im Kanton Zürich das Stimmvolk entscheiden.
Mit der Einführung des neuen Zürcher Volksschulgesetzes sind bei uns im Kanton Zürich jedoch die die wesentlichen Kernziele von „HarmoS“ bereits weitgehend umgesetzt.
Umso wichtiger ist es, dass der Kanton Zürich mit der Zustimmung zum interkantonalen Konkordat der kantonalen Bildungsdirektionen die nötige Signalwirkung für weitere Kantone ausstrahlt und dazu beiträgt, dass insbesondere auch Qualitäts- und Bildungsstandards vereinheitlicht werden.
Die FDP- und CVP-Frauen des Kantons Zürich unterstreichen mit einer überparteilichen, gemeinsamen Aktion die Wichtigkeit des Anliegens und laden alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein, sich am Stand in Meilen zu informieren und auszutauschen. Es bietet sich dabei auch die Gelegenheit, mit engagierten Vertretern beider Parteien, wie beispielsweise Peter Fuchs, Mitglied des Bildungsrats Kt. Zürich oder Barbara Schmid-Federer, Nationalrätin CVP, ins Gespräch zu kommen.
Das Positionspapier der CVP Schweiz finden sie hier.
Meilen: Infostand CVP/FDP-Frauen Kanton Zürich zu HarmoS
14. Oktober 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Die CVP- und FDP-Frauen des Kantons Zürich organisieren am 1. November 2008 zwischen 10.00 und 14.00 Uhr gemeinsam in Meilen gegenüber des Bahnhofs einen Infostand zur bevorstehenden Abstimmung vom 30. November 2008 über den Beitritt des Kantons Zürich zum HarmoS-Konkordat.
Nähere Infos bei Ursula Gross Leemann (Vizepräsidentin FDP-Frauen Kt. ZH) oder siehe aktueller blog
HarmoS-Konkordat: Nichts Neues für Zürcher Eltern und Schüler
7. August 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Kennen Sie die Geschichten von Familien, die aus beruflichen Gründen den Kanton wechseln müssen und feststellen, dass es für ihre Kinder eigentlich einfacher wäre im Ausland in eine neue Schule einzutreten als beispielsweise im Aargau? Es gibt unterschiedliche Leistungsanforderungen der einzelnen Klassen in der Grundstufe und total verschiedene Lehrpläne. Auch die familienergänzende Betreuung ist unterschiedlich geregelt oder überhaupt nicht vorhanden. Im Aargau gibt es zudem beispielsweise die Bezirksschule, eine Schulstufe, die der Kanton Zürich so überhaupt nicht kennt.
Die wirtschaftliche Globalisierung hat dazu geführt, dass von Arbeitnehmern eine immer grösser werdende Mobilität gefordert wird, gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass alternative Formen der Familie entstanden sind, so dass es in vielen Familien nicht mehr möglich ist, die Betreuung der Kinder nur ausschliesslich durch einen Elternteil zu organisieren. Und auch die Wirtschaft will ein offenes, effzientes und international erstklassiges Bildungssystem, um im globalen Markt punkten zu können.
Die Bildungsverantwortlichen der einzelnen Kantone erarbeiteten nach der eindeutigen Annahme des Bildungsartikels in die Bundesverfassung vom 21. Mai 2006 eine interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat) aus. Ueber den Beitritt zum Konkordat entscheiden die kantonalen Parlamente. Die beitretenden Kantone verpflichten sich dazu, Strukturen und die Ziele der obligatorischen Schule anzugleichen.
Der Kanton Zürich hat diese Strukturen und Ziele unter anderem bereits im neuen Volksschulgesetz umgesetzt:
° Die obligatorische Einschulung beginnt mit dem zweijährigen Kindergarten
° Die Kinder erlernen neben der zweiten Landesprache eine weitere Fremdsprache,idealerweise Englisch
° Die Gemeinde sind dazu verpflichtet, je nach Bedarf vor Ort Tagesstrukturen anzubieten
HarmoS tritt in Kraft, wenn zehn Kantone JA gesagt haben – allerdings nur dort, wo eine Zustimmung vorliegt. Da der neue Bildungsartikel in der Bundesverfassung aber eine nationale Harmonisierung vorsieht, kann der Bund die Eckwerte aus HarmoS für alle Kantone verbindlich erklären, sollten sich diese nicht einig werden.
Der Kantonsrat hat sich am 30. Juni 2008 mit 103 zu 52 Stimmen für HarmoS ausgesprochen. Weil SVP und EDU das Kantonsratsreferendum ergriffen, hat das Volk das letzte Wort. Die Volksabstimmung findet im Kanton Zürich voraussichtlich am 30. November 2008 statt. Im Kanton Luzern hat sich bereits ein Abstimmungskomitee für HarmoS gebildet.
Das Nein aus dem gegnerischen Lager ist umso unverständlicher, weil sich Bildungspolitik überhaupt nicht für parteipolitische Links-Rechtsdebatten eignet. In der Bildung geht es doch in in erster Linie darum, der nächsten Generation – unseren Kindern – optimale Chancen für ihre Zukunft zu geben, und zwar ungeachtet des eigenen Familienbildes und der eigenen Erfahrungen.














