Nicole Lauener (CVP)</a>

Mein Weblog

Die Diskussion begann gleich, als meine erste Homepage online ging: Ja, dürfen Politiker denn so schreiben? Flapsig? Manchmal gar ironisch?

Ganz klar: Sie dürfen. Ich jedenfalls werde das hier im halb-privaten Blog auch weiterhin tun. Mögen sich Spießer, Gouvernanten und bestimmte Puristen doch auf den Kopf stellen!

Stau vor Schulen als verkehrskonzeptionelle Herausforderungen für Seegemeinden

24. April 2009 | Hinterlasse einen Kommentar

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(Zeichnungen aus einer Schule: oben: Schulweg zu Fuss von Annina, 8 Jahre, unten: Schulweg per Auto von Roberto, 7 Jahre)
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Der Tages-Anzeiger vom 23. April 2009 berichtete über die schwierige Verkehrssituation bei Schulbeginn und -schluss rund um die Inter-Community-School in Zumikon.
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Ich stelle jedoch fest, dass die Problematik nicht alleine Zumikon bzw. die Umgebung von privaten Schulen betrifft.
Die Frühlingsferien im Bezirk Meilen sind vorbei und bald gleichen sich wieder die Bilder bei Schulschluss in unseren Seegemeinden – und zwar gerade auch vor den öffentlichen Schulen: Wagenkolonnen teilweise kreuz und quer geparkt, warten auf die Schülerinnen und Schüler, die ihren Schulweg nicht mehr unter die Füsse nehmen, sondern ihn -tagtäglich von ihren Eltern chauffiert- motorisiert zurücklegen.
Inzwischen bin ich überzeugt, dass die Problematik kombiniert mit verschiedenen Massnahmen angegangen werden muss: weder nur das Angebot eines Buses für Kinder aus entfernteren Wohngebieten noch das vermehrte Ausstellen von Strafzetteln durch die kontrollierende Polizei zeigen nachhaltig wirklich Wirkung. Die einzelnen Gemeinden sind aufgerufen in Zusammenarbeit mit Schulpflege und Elternvertretung der Schulen gemeinsam Verkehrskonzepte für ihre Schulen auszuarbeiten. Selbstverständlich darf dabei auch nicht fehlen, die Eltern stetig auf die Wichtigkeit des Schulwegs für ihre Kinder aufmerksam zu machen und sie immer wieder zu ermuntern, ihren Kindern diesen Weg auch zu ermöglichen. Übrigens: Wenn ich bei Schulschluss jeweils die Wendemanöver, sowie An- und Wegfahrten der Autos beobachte, muss ich feststellen, dass meine Kinder dabei weit mehr gefährdet sind, als wenn sie auf dem Trottoir zur Schule unterwegs sind.

Schulanfang 2008: Mit dem “Walking-Bus” zur Schule

15. August 2008 | 2 Kommentare

Am kommenden Montag, 18. August 2008 beginnt für viele Eltern und Kinder ein neuer Lebensabschnitt:
Aus dem “Chindsgi”-Kind wird ein Schulkind. Die Vorfreude und Aufregung ist in den Familien sicherlich gross. Neben all den Neuigkeiten, die der Schuleintritt eines Kindes mit sich bringt ist auch der Schulweg ein vieldiskutiertes Thema.
Während bis vor ein paar Jahren die Kinder den Schulweg mehrheitlich per pedes zurücklegten, werden heute viele ABC-Schützen mit dem Auto in die Schule gebracht. Als Grund geben Eltern Sicherheitsüberlegungen, Rücksichtsnahme auf die Kinder bei schlechtem Wetter oder Zeitersparnis an. Wieso Eltern jedoch aus Gründen bezüglich der Entwicklung Ihrer Kinder diesen unbedingt den Schulweg zu Fuss ermöglichen sollen, zeigt die neue Kampagne des VCS eindrücklich. Natürlich gibt es Kinder, die keine idealen Bedingungen für eine selbständige Bewältigung des Schulwegs vorfinden: Unüberschaubare Strassenübergänge, hohes Verkehrsaufkommen, einsame Wege oder fehlende begleitende “Gschpänli”. Vorallem in Deutschland und neu auch in wenigen Schweizer Orten wird daher auf ein neues Verkehrsmittel gesetzt, das Eltern einerseits von den Taxifahrten zur Schule entlastet und gleichzeitig den Kindern die Erfahrung eines Schulwegs ermöglicht:
Der “Walking Bus” ist ein organisierter Schulbus auf 2 Beinen: An vorher durch die Schule (bei uns könnten dies die Elternräte sein) festgelegten Haltestellen warten die Kinder jeden Morgen, bevor sie von ihren Schulkameraden – begleitet an der Spitze und am Schluss durch 2 Erwachsene – abgeholt werden. Die Vorteile sind bestechend: Die Kinder sind auf dem Schulweg betreut und nicht alleine unterwegs, sie bewegen sich und erkunden ihre Umwelt und endlich verringern sich die täglichen Autokolonnen sowie das Wildparken in unmittelbarer Nähe der Schulen.
Der “Walking-Bus” ist für Kinder der ersten drei Jahre der Primarschule gedacht.
Welche Elternräte in unserem Bezirk fühlen sich angesprochen oder gibt es bereits konkrete Ueberlegungen für die Umsetzung in einer Seegemeinde?