Nicole Lauener (CVP)</a>

Mein Weblog

Die Diskussion begann gleich, als meine erste Homepage online ging: Ja, dürfen Politiker denn so schreiben? Flapsig? Manchmal gar ironisch?

Ganz klar: Sie dürfen. Ich jedenfalls werde das hier im halb-privaten Blog auch weiterhin tun. Mögen sich Spießer, Gouvernanten und bestimmte Puristen doch auf den Kopf stellen!

Zürich setzt auf Megatrend der Zukunft

8. Dezember 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Die Zürcher Regierung setzt auf den Megatrend der Zukunft, “Female Shift”, – den wachsenden Einfluss von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft, in Politik, Wissenschaft und Kultur. Sie beauftragt Matthias Mölleney und Sybille Sachs als Promotoren bei Unternehmungen und Verwaltungen in Zürich dafür zu werben, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser klappt. Arbeitgeber sollen für die Schaffung eines familienfreundlichen Arbeitsumfeldes sensibilisiert werden, damit Angestellte mit Kindern bessere Bedingungen finden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat eine vielschichtige Bedeutung: In wenigen Jahren wird die Zahl der Arbeitskräfte abnehmen gleichzeitig gibt es immer mehr gutausgebildete Frauen. Die Wirtschaft kann in Zukunft nicht mehr auf gut qualifizierte und ausgebildete Frauen verzichten, unsere Gesellschaft braucht dringend griffige Strategien gegen den demografischen Wandel, dh. um dem Geburtsrückgang entgegen zu treten. Die zunehmende finanzielle Unabhängigkeit stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen und führt auch zu einem nachhaltig veränderten Rollenverhalten der Männer. Mütter und Väter fühlen sich zunehmend in gleicher Art und Weise für die Erziehungsarbeit verantwortlich, möchten die Rollenmuster aufbrechen und neue Wege in der Familie gehen. Bis jetzt ist es in der Wirtschaft vor allem für Väter schwierig ihre Vorstellungen im Bereich von Teilzeitstellen auch in Kaderpositionen durchzusetzen. Und Müttern bleibt aufgrund der Ausübung einer Teilzeitstelle der Karriereaufstieg oft verwehrt. Es braucht ein Umdenken in der Wirschaft und die Einsicht, dass sich familienfreundliche Arbeitsmodelle auch wirtschaftlich lohnen. Denn eine Studie bei ausgewählten Schweizer Unternehmen hat gezeigt, dass sich familienfreundliche Massnahmen von Unternehmen betriebswirtschaftlich lohnen. Literatur zu diesem interessanten Thema finden Sie hier.
Ein Beispiel, was eine familienfreundliche Unternehmungen ausmacht, gibt der untenstehende Film-Beitrag der Berthelsmann-Stiftung aus Deutschland mit dem Beispiel der Commerzbank.

HarmoS-Konkordat: Nichts Neues für Zürcher Eltern und Schüler

7. August 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Kennen Sie die Geschichten von Familien, die aus beruflichen Gründen den Kanton wechseln müssen und feststellen, dass es für ihre Kinder eigentlich einfacher wäre im Ausland in eine neue Schule einzutreten als beispielsweise im Aargau? Es gibt unterschiedliche Leistungsanforderungen der einzelnen Klassen in der Grundstufe und total verschiedene Lehrpläne. Auch die familienergänzende Betreuung ist unterschiedlich geregelt oder überhaupt nicht vorhanden. Im Aargau gibt es zudem beispielsweise die Bezirksschule, eine Schulstufe, die der Kanton Zürich so überhaupt nicht kennt.
Die wirtschaftliche Globalisierung hat dazu geführt, dass von Arbeitnehmern eine immer grösser werdende Mobilität gefordert wird, gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass alternative Formen der Familie entstanden sind, so dass es in vielen Familien nicht mehr möglich ist, die Betreuung der Kinder nur ausschliesslich durch einen Elternteil zu organisieren. Und auch die Wirtschaft will ein offenes, effzientes und international erstklassiges Bildungssystem, um im globalen Markt punkten zu können.
Die Bildungsverantwortlichen der einzelnen Kantone erarbeiteten nach der eindeutigen Annahme des Bildungsartikels in die Bundesverfassung vom 21. Mai 2006 eine interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat) aus. Ueber den Beitritt zum Konkordat entscheiden die kantonalen Parlamente. Die beitretenden Kantone verpflichten sich dazu, Strukturen und die Ziele der obligatorischen Schule anzugleichen.
Der Kanton Zürich hat diese Strukturen und Ziele unter anderem bereits im neuen Volksschulgesetz umgesetzt:

° Die obligatorische Einschulung beginnt mit dem zweijährigen Kindergarten
° Die Kinder erlernen neben der zweiten Landesprache eine weitere Fremdsprache,idealerweise Englisch
° Die Gemeinde sind dazu verpflichtet, je nach Bedarf vor Ort Tagesstrukturen anzubieten

HarmoS tritt in Kraft, wenn zehn Kantone JA gesagt haben – allerdings nur dort, wo eine Zustimmung vorliegt. Da der neue Bildungsartikel in der Bundesverfassung aber eine nationale Harmonisierung vorsieht, kann der Bund die Eckwerte aus HarmoS für alle Kantone verbindlich erklären, sollten sich diese nicht einig werden.
Der Kantonsrat hat sich am 30. Juni 2008 mit 103 zu 52 Stimmen für HarmoS ausgesprochen. Weil SVP und EDU das Kantonsratsreferendum ergriffen, hat das Volk das letzte Wort. Die Volksabstimmung findet im Kanton Zürich voraussichtlich am 30. November 2008 statt. Im Kanton Luzern hat sich bereits ein Abstimmungskomitee für HarmoS gebildet.
Das Nein aus dem gegnerischen Lager ist umso unverständlicher, weil sich Bildungspolitik überhaupt nicht für parteipolitische Links-Rechtsdebatten eignet. In der Bildung geht es doch in in erster Linie darum, der nächsten Generation – unseren Kindern – optimale Chancen für ihre Zukunft zu geben, und zwar ungeachtet des eigenen Familienbildes und der eigenen Erfahrungen.

Communiqué zum Nordanflug

4. Juli 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Communiqué der CVP des Kantons Zürich zum BAZL-Entscheid betr. Ablehnung gekröpfter Nordanflug.